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Ratgeber

lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics
Rechtsberaterin
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Nichtbekanntgabe von Betreibungen im Betreibungsregisterauszug
In der Schweiz besteht die Möglichkeit, dass jeder jeden betreiben kann. In diesem Zusammenhang sind die Betreibungsämter nur zur Prüfung der formellen Anforderungen befugt. Ob die Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, ist hingegen nicht Gegenstand dieser Prüfung. Der betriebene Schuldner kann sich aber dagegen wiederum – egal, ob die Betreibung berechtigt ist oder nicht – mit Rechtsvorschlag wehren, wodurch das Betreibungsverfahren für den Schuldner stillsteht und der Gläubiger wieder am Zug ist. Im Betreibungsregisterauszug verbleibt jedoch der Eintrag mit der Bemerkung «Rechtsvorschlag erhoben» weiterhin bestehen.

Eine Löschung ohne den Gerichtsweg zu beschreiten war bis anfangs Jahr nicht möglich. Die Revision des SchKG sieht aber seither die Möglichkeit vor, Betreibungen im Betreibungsregister nicht mehr bekannt zu geben, ohne dass gleich der Gerichtsweg zur Löschung eingeschlagen werden muss. Seit dem 1. Januar 2019 haben Schuldner bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen neu die Möglichkeit, mittels eines Gesuchs zu verlangen, dass Betreibungen nicht mehr auf dem Betreibungsregisterauszug ersichtlich sind. So gibt das Betreibungsamt gestützt auf die neue Bestimmung (Art. 8a Abs. 3 SchKG) Dritten keine Kenntnis von einer Betreibung, wenn der Schuldner nach Ablauf einer Frist von 3 Monaten seit Zustellung des Zahlungsbefehls ein entsprechendes Gesuch stellt und die Nichtbekanntgabe der Betreibung – was einer «Löschung» gleichkommt – beantragt. Dies aber nur, sofern der Gläubiger auf dieses Gesuch hin, nach Ablauf einer vom Betreibungsamt angesetzten Frist von 20 Tagen zur Stellungnahme, den Nachweis nicht erbringt, dass rechtzeitig ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages eingeleitet wurde.

Zusammenfassend heisst das, dass der Schuldner, nachdem er Rechtsvorschlag erhoben hat, erst einmal 3 Monate ab Zustellung des Zahlungsbefehls abwarten muss. Wenn der Gläubiger während dieser 3 Monate (oder auch jederzeit danach) kein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlags eingeleitet oder Klage eingereicht hat, kann der Schuldner beim Betreibungsamt ein Gesuch stellen, dass die betreffende Betreibung Dritten nicht mehr zur Kenntnis gebracht werden soll. Das Betreibungsamt fordert den betreibenden Gläubiger umgehend auf, innerhalb einer Frist von 20 Tagen zum Gesuch Stellung zu nehmen. Falls der Gläubiger bis zum Ablauf der Frist keinen Nachweis erbracht hat, dass er ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages eingeleitet hat, gibt das Betreibungsamt dem Gesuch statt und führt die betreffende Betreibung von diesem Zeitpunkt an im Betreibungsauszug nicht mehr auf. Das Gesuch wird jedoch abgewiesen, wenn der Schuldner gegen die Betreibung keinen Rechtsvorschlag oder aber nur Teilrechtsvorschlag erhoben hat, da in solch einem Fall kein Rechtsschutzinteresse besteht, da die Forderung als nicht bestritten gilt. Die Gebühr für ein solches Gesuch beträgt pauschal 40 Franken.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen oder weitere Ausführungen wünschen, können Sie uns jederzeit konsultieren.

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Handelsstreit USA-China
Im letzten Ratgeber habe ich geschrieben, dass auch die neueste Ankündigung eines Deals kaum das Papier wert ist, auf dem sie geschrieben steht. Trump meinte damals «Der Deal, den ich gerade mit China gemacht habe, ist bei weitem der grossartigste und grösste Deal, der je gemacht wurde». Die Details sollten angeblich in den nächsten drei Wochen ausgehandelt und festgelegt werden. Heute nun, fünf Wochen später, ist dazu – wen überrascht’s – nach wie vor nichts bekannt, da wären wir mittlerweile zwei Wochen im Rückstand…
Es geht mir nicht um diesen «Einzelfall» und auch nicht darum, dass nicht endlich ein Deal möglich sein könnte bzw. sogar sollte, sondern darum, dass diese «Fake News» keine Einzelfälle sind. Die regelmässigen Ankündigungen der Trump-Administration erzählen nicht Fakten, sondern dienen politischen Zielen. Wahrheit ist nicht wichtig, Ziele sind es. Der Druck auf die politischen Gegner soll hoch gehalten werden, die Finanzmärkte sollen nach oben manipuliert werden. Zweiteres wurde wie immer mit diesen regelmässigen Ankündigungen erreicht. Die Finanzmärkte weltweit notieren nahe oder auf Höchstständen.
Die Gewinne der Firmen hingegen mögen den hohen Erwartungen nicht folgen. Sie erreichen dieses Jahr in den USA höchstens eine rote Null, bewegen sich also seitwärts bzw. verlieren minim. Umso höher sind nun die Erwartungen für die Gewinnentwicklung 2020.
Auch wenn derzeit ein Jahresend-Rally am Laufen ist, bleiben wir vorsichtig für die Aktienmärkte und stehen im Moment lieber abseits. Realisieren Sie zumindest teilweise etwas Gewinne bei Ihren Aktieninvestitionen.
Leonteq
Wer unbedingt in Aktien drin bleiben will, sollte sich Leonteq einmal anschauen. Leonteq ist ein Anbieter von strukturierten Produkten. Letztes Jahr wurde ein Rekordgewinn erreicht. Dieses Jahr dürfte der Gewinn deutlich tiefer liegen. Dennoch sind wir der Meinung, dass Leonteq zum aktuellen Preis von rund 30.– sehr interessant ist. Die Gewinnerwartungen haben sich stabilisiert und die Analysten erwarten bereits 2020 wieder etwas höhere Gewinne. Nach dem massiven Kursrückgang berechnet sich selbst zum tiefen 2019er -Gewinn ein extrem tiefes Kurs-Gewinn-Verhältnis von weniger als 10x.
Lange Zeit galt als Damoklesschwert, dass der grösste Aktionär Raiffeisen eigentlich seine Aktien verkaufen wollte. Die Raiffeisenbank hat aber ihre Strategie überdacht und will nicht mehr aussteigen.
An einer ausserordentlichen Generalversammlung wurde ein Vertreter von Raiffeisen in den Verwaltungsrat gewählt. Es ist immer gefährlich, in fallende Messer zu greifen, sprich Aktien in einem Abwärtstrend zu kaufen. Wir halten aber das Potential von Leonteq auf diesem Kursniveau für beträchtlich. Risikofreudige Anleger können zugreifen.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Übelkeit und Erbrechen während der Schwangerschaft
Die oft morgendliche Übelkeit zu Beginn einer Schwangerschaft kann die Vorfreude auf das neue Leben empfindlich trüben! In der Regel beschränkt sich diese unangenehme Begleiterscheinung auf das erste Drittel der Schwangerschaft. Oft wird sie auch durch das morgendliche Erbrechen erst erkannt.
Übelkeit und Erbrechen werden von bis zu 85 % aller schwangeren Frauen beschrieben. Sie treten hauptsächlich zwischen der 5. und 12. Schwangerschaftswoche auf und verlaufen in der Regel gutartig (ohne gesundheitliche Auswirkungen auf Mutter und Kind). Ein Höhepunkt der Beschwerden wird in der 9. Woche beschrieben und ein Abklingen nach 12 bis 14 Wochen. Sie können aber auch bis zur 20. Woche und länger andauern.
Eine schwere Form der Symptome ist die Hyperemesis gravidarum. Sie betrifft rund 1,5 % der Schwangeren. In diesem Fall müssen zum einen andere Ursachen ausgeschlossen werden und zum anderen müssen diese Frauen im Spital betreut werden.
Ursache:
Die genaue Ursache ist nicht bekannt. Es werden: eine psychische Komponente, eine evolutionäre Anpassung, eine Helicobakter pylori-Infektion und hormonelle Auslöser diskutiert. Für die hormonelle Komponente spricht, dass die Produktion des Schwangerschaftshormons hCG rund 24 Stunden nach der Befruchtung im Eierstock beginnt. In den ersten Wochen der Schwangerschaft steigt die hCG-Konzentration im Blut ständig an und erreicht ein Maximum zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche. Danach sinkt die Konzentration wieder, da der Mutterkuchen die Hormonproduktion aus dem Eierstock nicht mehr benötigt und selber die schwangerschaftserhaltenden Hormone produzieren kann.
Abhilfe:
Als erste Wahl werden nicht-medikamentöse Massnahmen empfohlen:
- häufig kleinere Mengen trinken, um einen Flüssigkeitsverlust zu vermeiden. Als Empfehlung gilt: kohlensäure-haltige Getränke und Kaffee meiden;
- appetitanregende Nahrungsmittel bevorzugen und andere/übrige meiden;
- häufige, aber leichte Mahlzeiten;
- lieber proteinreich oder kohlenhydratreich essen und besser fettarm, z.b. Cracker, Biskuits oder Salzkartoffeln. Scheinbar wird salziges Essen besser vertragen;
- eher kalte Getränke und Speisen genies-
sen;
- gelegentlich eine Pause einschalten und die Arbeitszeit dem Wohlbefinden anpassen;
- Meiden von gewürzter und stark riechender Kost.
Akupressur/Akupunktur:
- am Akupunkt P 6 (auf der Innenseite des Handgelenkes) wird über einen „Knopf“ ein Druck erzeugt, der die Leiden mildern kann. Mindestens alle 4 Stunden während 5 Minuten ausüben. (Es gibt ein Armband = Sea - Band, das genau auf diesen Punkt Druck ausübt.)
Medikamentöse Therapie:
Sie sollte nicht ohne eine vorgängige Konsultation mit dem Frauenarzt/in erfolgen!
- Vitamine:
Vitamin B6 – Monotherapie: es werden 10 bis 25 mg alle 8 Stunden empfohlen. (Es gibt wenige Monopräparate in der Schweiz.)
In den meisten Multivitaminpräparaten für die Schwangerschaft ist diese Menge enthalten. Manchmal ist eine morgendliche Einnahme dieser Präparate unangenehm und sie werden mittags oder abends besser vertragen.
- Phytopharmaka:
Ingwer: als Gewürz und pflanzliches Antiemetikum kann es gut helfen. Das einzige in der Schweiz zugelassene Ingwer-Präparat ist gemäss der Packungsbeilage für dieses Problem nicht zugelassen. In anderen Ländern wurde diese Einschränkung gestrichen. Es sind bis heute nie negative Auswirkungen auf das werdende Kind beobachtet worden!
Pfefferminz-Öl: einen Tropfen in der Hand verreiben und dann vorsichtig einatmen. Dies kann ebenfalls lindernd wirken.
- Weitere Medikamente sollten wie gesagt mit dem behandelnden Frauenarzt / der Frauenärztin abgesprochen werden.

Lassen Sie sich von uns beraten: Vinzenz Apotheke – eine Quelle der Gesundheit

 

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Der jungen Generation wird (zu) viel aufgehalst
Es ist vielen bewusst und trotzdem wird nur sehr langsam etwas gemacht: Die ältere Generation schränkt die nächsten Generationen in ihrem Handlungsspielraum massiv ein und schwächt deren Möglichkeiten in der Zukunft. Das hören Ältere natürlich nicht gerne. Sie haben hart und meist auch noch körperlich für ihre Rente gearbeitet und wollen diese nun geniessen. Das ohne Abstriche. Dass aber das ganze Renten- und Gesundheitssystem nicht für eine weitere Lebenserwartung von 20 Jahren im Durchschnitt ausgelegt ist, will man nur teilweise wahrhaben. Wer laut über Sanierungsmassnahmen spricht, wird sofort in die konservative Ecke gedrückt und will den Rentnern etwas wegnehmen. Leider kommt nun noch die extreme und nun schon länger anhaltende Tiefzinsphase dazu. Längerfristig ansprechende Renditen zu erzielen, wird schwieriger. Auch wenn in den letzten Jahren die Zahlen durch starke Aktienrenditen noch recht gut waren. Hier deutet aber vieles darauf hin, dass die nächsten Jahre renditemässig schmaler werden. Ein Auffangen dieses Loches durch die sicheren Anlagen wie Obligationen und Immobilien kann man definitiv auch nicht erwarten. Unser System hockt in der Falle und kaum jemand wagt zu sagen, dass es rasch vernünftige Massnahmen braucht. Persönlich sehe ich nur den Kompromiss: Etwas höheres Rentenalter, leicht höhere Beiträge und leicht tiefere Renten. Ansonsten wird unser System schleichend zur totalen Umverteilungsmaschine: zu Lasten der jüngeren Generation durch zukünftige Verpflichtungen und zu Gunsten der älteren Generation, welche mehr bekommt, als die aktuelle Situation zulässt.

Auch im Umweltbereich halsen wir der Jugend möglicherweise grosse Verpflichtungen für die Zukunft auf. Wir konsumieren mehr, als die Natur wieder herstellen kann, leben also von der Vergangenheit zu Lasten der Zukunft. Im Anlagebereich würden wir Schulden machen. Darauf gehe ich hier aber nicht mehr weiter ein, da dieser Teilbereich aktuell ein Dauerthema ist.

Im Gesundheitswesen sehen wir auch eine ähnliche Tendenz. Die Kostensteigerungen, welche nur zum kleineren Teil von den 20-, 30-Jährigen verursacht werden, müssen aber stark von ihnen mitgetragen werden, direkt oder indirekt über einen immer grös­seren Staatsanteil oder immer mehr ausufernde Krankenkassenprämienverbilligungen.

Die Tiefzinsphase beraubt einen Teil der jüngeren Generation aber auch um Möglichkeiten. In jüngeren Jahren etwas sparen, damit man später Wohneigentum erwerben und/oder eine Familie gründen kann, ist viel schwieriger geworden. Ein guter, positiver Zins auf dem Konto hat früher dank Zins- und Zinseszinseffekt recht schnell viel Kapital dazu beigetragen. Da ist heute totale Fehlanzeige. Es entsteht der Eindruck, sparen mache gar keinen Sinn mehr. Umgekehrt wird suggeriert, der sofortige und totale Konsum sei möglich. Leasing und Kleinkredite sind so günstig wie noch nie zuvor. Richtig genervt habe ich mich an der Fernsehwerbung eines staatsnahen Finanzinstituts. Das Motto: Sparen ist out, man muss anlegen. Wieso? Weil es zuerst das Sparen braucht, damit man etwas zum Anlegen hat; weil Anlagen oft ein ganz anderes Risikoprofil haben und oft auch einiges teurer sind, und vor allem, weil das Grundproblem nicht so einfach gelöst werden kann.

Sicher ist das Generationenproblem nicht ganz so einseitig, wie ich das hier beschreibe. Längerfristig fair ist es aber kaum und die Jüngeren haben eine viel zu schwache Lobby.

Schlussendlich kommt durch (oft späte) Erbschaften wieder bei einigen etwas zurück. Aber längst nicht bei allen.

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
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Wie wird Jugendkriminalität bestraft?
Eine der ersten Fragen der Eltern, deren Sohn/Tochter eine Straftat begangen hat (bspw. Social-Media-Delikte), derentwegen nun auf Anzeige hin seitens der Polizei ermittelt wird, an mich als Strafverteidiger ist diejenige danach, mit was für einer Strafe ihr Kind zu rechnen hat. Meine Antwort darauf lautet wie folgt:
Für Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren gilt ein spezielles Strafrecht - das Jugendstrafrecht. Das Jugendstrafrecht setzt sich aus dem Jugendstrafgesetz (JStG) und der Jugendstrafprozessordnung (JStPO) zusammen. Kinder sind ab dem 10. Lebensjahr strafmündig und können ab dann für eine Tat, die das Gesetz mit einer Strafe bedroht, bestraft werden. Jüngere Kinder sind somit nicht strafmündig.
Im schweizerischen Jugendstrafrecht geht es in erster Linie um den Schutz und die Erziehung der Jugendlichen. Deshalb werden sie häufig nicht im eigentlichen Sinne bestraft, sondern es werden erzieherische und/oder therapeutische Massnahmen angeordnet. Das Jugendstrafgesetz kennt dabei zwei Sanktionsformen: Schutzmassnahmen und Strafen.

Das Jugendstrafgesetz sieht 4 Arten von Schutzmassnahmen vor:
- Aufsicht (Begleitung und Beratung der elterlichen Erziehung)
- persönliche Betreuung (ambulante Betreuung, Begleitung, Beratung; kann mit der Beschränkung der elterlichen Sorge verbunden werden)
- ambulante Behandlung (Therapie)
- Unterbringung bei Privatpersonen, in einer Erziehungseinrichtung oder in einer Behandlungseinrichtung
und vier Arten von Strafen:
- Verweis (förmliche Missbilligung; kann mit Probezeit und Weisungen verbunden werden)
- persönliche Leistung (persönliches und unentgeltliches Erbringen einer Leistung zu Gunsten sozialer Einrichtungen oder von Betrieben im öffentlichen Interesse, von hilfsbedürftigen Personen oder des Geschädigten, sofern er zustimmt; kann auch in der Verpflichtung zu einem Kursbesuch bestehen. Die Höchstdauer beträgt grundsätzlich 10 Tage; für 15- bis 18-jährige Jugendliche, die ein Verbrechen oder Vergehen begangen haben, kann die persönliche Leistung bis zu 3 Monaten dauern)
- Busse (bis 2000 Franken für 15- bis 18-jährige Jugendliche; ganzer oder teilweiser Vollzugsaufschub ist möglich, verbunden mit einer Probezeit und Begleitung durch einen Sozialarbeiter der Jugendanwaltschaft)
- Freiheitsentzug (bis 1 Jahr für 15- bis 18-jährige Jugendliche, die ein Verbrechen oder Vergehen begangen haben bzw. bis 4 Jahre für 16- bis 18-jährige Jugendliche, die ein schweres Verbrechen begangen haben; ganzer oder teilweiser Vollzugsaufschub ist möglich, verbunden mit einer Probezeit und Begleitung durch einen Sozialarbeiter der Jugendanwaltschaft)

Kurz zum Verfahren: Nachdem Anzeige erstattet wurde, wird zunächst abgeklärt, was genau passiert ist. Zu diesem Zweck ermittelt die Polizei den Sachverhalt, befragt Geschädigte und Auskunftspersonen. Danach wird die der Straftat verdächtigte jugendliche Person zu den Vorwürfen befragt. Bleibt der Tatverdacht bestehen, leitet die Polizei den Anzeigerapport an die Jugendanwaltschaft weiter. Diese führt nun eine Strafuntersuchung durch mit dem Ziel, den genauen Hergang der Tat, die Täterschaft sowie die Beweggründe für die Tat abzuklären. Dazu führt sie Einvernahmen mit der oder dem tatverdächtigen Jugendlichen und allenfalls auch Zeugeneinvernahmen und Konfrontationen durch. Zugleich hat die Jugendanwaltschaft die persönliche Situation des oder der Jugendlichen abzuklären. Dazu lädt sie neben dem oder der Jugendlichen auch die Eltern zu Gesprächen ein. Stellt sich heraus, dass der oder die Jugendliche einer besonderen erzieherischen Betreuung oder einer therapeutischen Behandlung bedarf, wird eine Schutzmassnahme angeordnet. Die Jugendanwaltschaft entscheidet auch über eine angemessene Strafe.
Auch im Jugendstrafrecht empfiehlt es sich, dass die Eltern möglichst frühzeitig einen Strafverteidiger zur Wahrung der Interessen ihres Kindes beiziehen, dann ist der Gestaltungsspielraum am grössten.

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Geisteszustand von US Präsident Trump
Wer twitterte letzte Woche über seine «grossartige und unvergleichliche Weisheit»? US Präsident Trump. Wer twitterte diese Woche «Der Deal, den ich gerade mit China gemacht habe, ist bei weitem der grossartigste und grösste Deal der je gemacht wurde»? US Präsident Trump. Dass Trump in den europäischen Medien meist schlecht gemacht und über ihn einseitig berichtet wird, ist das eine. Das andere aber ist, dass er selber tatsächlich solche Dämlichkeiten in die Welt hinausposaunt. Ob solcher Aussagen zweifle ich ernsthaft an seinem Geisteszustand. Könnten Sie sich die gleichen Äusserungen zum Beispiel von den Vorgängerpräsidenten Obama oder Bush vorstellen?
Psychotische Finanzmärkte
Die Finanzmärkte reagieren kurzfristig oftmals sprunghaft oder gar entgegen aller Logik – das ist nichts Neues. Trump scheint mit seinen realitätsfremden Tweets aber diese Neigung der Finanzmärkte zu verstärken und verlängern. Vor über zwei Jahren hat er den Handelsstreit mit China losgetreten und seit eineinhalb Jahren verhandeln die USA und China. Trotz unzähligen Ankündigungen in diesen zwei Jahren, dass grossartige Fortschritte gemacht worden seien und ein Trade Deal mit China unmittelbar vor Abschluss stehe, hat es bislang keinen Deal gegeben. Bei jeder Ankündigung reagierten die Aktienmärkte euphorisch und stiegen stark, um bei der folgenden Ernüchterung über das Ausbleiben eines Deals etwas nachzugeben. Dieses Muster funktioniert nach wie vor. Algorithmen, welche auf Trumps Twitterbotschaften reagieren, scheinen die Aktienmärkte kurzfristig mehr zu bewegen als Anleger mit Bodenhaftung.
Was steht im Trade Deal denn drin?
Was steht denn drin im aktuellen Deal? Unbekannt. Die Details sollen in den nächsten drei Wochen ausgehandelt und festgelegt werden. Kommt Ihnen das bekannt vor? Immerhin bekannt ist, dass die USA ihre auf 15. Oktober angekündigte Zollerhöhung vorerst verschoben haben. Zuerst Zölle ankündigen, dann diese aussetzen, aber potentiell einfach später einführen – dies müsste aus Sicht der Finanzmärkte an sich netto negativ sein: Zuerst waren keine Zölle da, jetzt drohen allenfalls später folgende Zölle. Im besten Fall, wenn die angedrohten Zölle definitiv wieder wegfallen, sind wir wieder da, wo wir vor der Ankündigung der neuen Zölle waren.
Kommt vielleicht wirklich der grosse Durchbruch?
Vielleicht folgt ja aber tatsächlich der grosse Durchbruch und es werden nicht nur die angedrohten Zölle eliminiert, sondern der Handelsstreit löst sich in Minne auf. Dafür müssten aber sehr viele Hindernisse noch überwunden werden. Ich glaube nicht dran, dass die beiden Parteien schon so weit sind. Die USA haben beispielsweise eine schwarze Liste mit chinesischen Technologiefirmen eingeführt. Huawei als bekanntestes Ziel wird vorgeworfen, es würde im Auftrag von China Spionage betreiben. Allerdings haben die USA für ihre Anschuldigungen keinerlei Beweise vorgelegt. Zudem wurde Huaweis CFO letzten Dezember in Kanada verhaftet.
Technologische Führerschaft
Die Attacken auf chinesische Technologiefirmen zeigen denn auch v.a. Folgendes auf: Erstens haben die Chinesen enorme technologische Fortschritte gemacht und spielen in gewissen Bereichen mit den US Firmen auf Augenhöhe mit. Und zweitens: Bei diesem Handelstreit geht es nur teilweise um Handelsfragen, sondern primär um die Frage, wer künftig die technologische Führerschaft innehat. Dass die USA diese nicht kampflos den Chinesen überlassen wollen, ist nachvollziehbar. Ob die gewählten Mittel allerdings zum Erfolg führen, ist eher fraglich.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Winter-Depression
In unseren Breiten beginnt wieder die Zeit der langen Nächte und kurzen Tage. Die Tag- und Nacht-Gleiche (23.9.) ist lange vorbei und der kürzeste Tag (22.12.) naht. In den Tropen, nahe am Äquator, gibt es das nicht. Je weiter man in den Norden oder Süden Richtung Nord- und Südpol geht, desto ausgeprägter sind die Unterschiede. Das geht bis zu «immer» Nacht im Winter und «immer» Tag im Sommer. Das hat auch auf uns Menschen und vor allem auf unsere Psyche einen Einfluss. Viele von uns freuen sich auf die gemütliche Zeit mit warmen Getränken (Tee/Glühwein) vor einem Feuer. Andere fürchten die langen Abende. Wenn Sie eher zu den letzteren gehören, können Ihnen vielleicht die folgenden Tipps helfen.
Bei einer ausgeprägten Form dieser Beschwerden könnte es sich auch um eine saisonale Depression handeln.
Von einer saisonalen Depression oder SAD (Seasonal Affective Disorder) spricht man, wenn folgende Symptome auftreten:
- übermässiges Schlafbedürfnis und
- zwanghafter Konsum von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln.
Des Weiteren verspürt man eine depressive Verstimmung, ausgeprägte Ängstlichkeit, Energiemangel und Konzentrationsprobleme. Manche sehr empfindliche Menschen können diese Symptome auch in einem Sommer mit schlechtem Wetter entwickeln.
Als wichtiges Kriterium gilt die Wiederholung derselben Symptome während zwei aufeinanderfolgenden Wintern (und deren Abklingen in den anderen Jahreszeiten).
Zu einer Verbesserung der Beschwerden, und das dürfen alle, kommt es mit folgenden Verhaltensänderungen:
- raus in die Natur, einen Spaziergang machen. Schöner wird er natürlich, wenn die Sonne scheint
- ausreichende Bewegung (ebenfalls am besten draussen)
- wie immer: eine ausgewogene Ernährung; jetzt mit den wunderbaren saisonalen, reifen Früchten und Gemüsen
- und nicht zuletzt mit einem regelmässigen Zubettgehen
Am wichtigsten erscheint mir dabei das Aus-den-vier-Wänden-Gehen. Auch wenn die Sonne nicht scheint, ist das natürliche Licht fast eine Therapie.
Es wurde nämlich wissenschaftlich belegt, dass eine Lichttherapie die Therapie der ersten Wahl für die Behandlung dieser Erkrankung ist. Die Ansprechrate liegt zwischen 60 und 90%. Falls das Ergebnis noch nicht befriedigend ist, kann zusätzlich eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva und/oder eine kognitive Verhaltenstherapie eingesetzt werden.
Worin besteht jetzt eine Lichttherapie?
Der Patient/in ist täglich:
- innerhalb von 2 Stunden nach dem Aufwachen und
- während 30 Minuten
- in einem Abstand von 30 Zentimetern
vor einer besonderen Lampe (einer Lichtquelle mit 10 000 Lux = Einheit der Beleuchtungsstärke). Während dieser Zeit darf man lesen, am Computer arbeiten, alles, was einem gefällt, wenn die oben genannten Bedingungen erfüllt sind. In der Regel wird bereits nach 2 bis 4 Tagen eine Verbesserung wahrgenommen, ein Erfolg stellt sich nach 1 bis 2 Wochen ein. Wie bei jeder Therapie werden auch unerwünschte Wirkungen beschrieben: Kopfschmerzen, müde Augen, Hyperaktivität, Schlaflosigkeit oder übermässiges Schlafbedürfnis. Sie sind leicht und harmlos und klingen meist nach einigen Sitzungen ab. Je nach Intensität beginnt man die Therapie mit einer schwächeren Lichtintensität oder einer kürzeren Dauer vor der Lampe. Die schrittweise Erhöhung hilft mit den unangenehmen Nebenwirkungen besser fertig zu werden. Eine übermässige Einwirkung des Lichtes mit einer Art Sonnenbrand wird es nicht geben. Die Lampe gibt nur ein weisses Licht ohne den UV-Anteil ab. Bei Patienten, die gleichzeitig mit photosensibilisierenden Therapien behandelt werden, wird mit Vorsicht an eine Lichttherapie herangegangen. Bei Augenerkrankungen wie bei einem grauen oder grünen Star, Makuladegeneration oder ähnlichem wird eine vorgängige augenärztliche Untersuchung empfohlen.
Diese Art der Therapie wird bei einer fachärztlichen Diagnose von den Krankenkassen aus der Grundversicherung übernommen.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Klimahysterie – Einfluss auf die Finanzmärkte
Dies hier ist keine politische Kolumne oder Ratgeber. Trotzdem wage ich mich im Zusammenhang mit den Finanzmärkten auf dieses Glatteis (das sicher noch nicht weggeschmolzen ist...). Dass wir nicht so weiter machen können und sollten wie in den letzten 100 Jahren, das steht für mich ausser Frage. Unsere auf Konsum und Wachstum ausgerichtete Gesellschaft (schauen wir nur mal das weltweite Bevölkerungswachstum in den letzten 50 Jahren an) nimmt zu wenig Rücksicht auf unsere natürlichen Ressourcen und das Klima. Was nun aber abgeht, ist schon fast hysterisch, und es braucht wieder viel mehr Leute mit kühlem Kopf und einem längerfristigen, realistischen und internationalen Plan. Wenn alles chaotisch verläuft, wird wahrscheinlich unsere Wirtschaft massiv darunter leiden, was dann ganz neue Probleme gibt respektive teilweise kontraproduktiv für den Natur- und Klimaschutz wird. Die stetig wachsende Bevölkerung und der zunehmende weltweite Wohlstand haben viele Gewinner hervorgebracht, aber leider auch die Wirkung vieler technologischen Verbesserungen und Sparanstrengungen im Keime erstickt. Änderungen brauchen Zeit und ohne internationale Koordination ist der Erfolg bescheiden. Dafür braucht es auch den Mut, diverse Grundprobleme anzugehen und nicht nur auf den technischen Fortschritt zu hoffen. Mit vielen neuen und überstürzten Gesetzen und Verboten ist es auch nicht gemacht. Bei der ernsthaften Diskussion darf es keine Tabuthemen (Atomkraft als kleineres Klimaübel? Wie kann das Bevölkerungswachstum gebremst werden? Was bringt wirklich etwas und was können wir uns leisten?) geben. Die ganze Welle schwappt nun auch auf die Finanzmärkte. Themenfonds und Themenprodukte schiessen wie Pilze aus dem Boden. Hier ist eine grössere Vorsicht geboten. Eine gute Idee heisst noch lange nicht, dass sie längerfristig aufgeht. Auch enthalten die Preise, welche man dafür bezahlt, oft viel warme Luft, welche dann schnell entweicht, wenn das Thema wieder aus den Medien verschwindet. Persönliches Fazit: Ja, wir müssen zu unserer Erde mehr Sorge tragen. Hysterie ist aber der völlig falsche Ratgeber. 

 Wohnungsüberproduktion geht munter weiter
Der Leerstand an Wohnungen steigt weiter an. Einerseits, weil die Produktion weiterhin hoch ist, anderseits weil das Bevölkerungswachstum zwar noch vorhanden ist, aber sich etwas abgeschwächt hat. Aktuell kann man über alles gesehen noch nicht von einem grossen Problem sprechen. Die Situation verschärft sich aber von Monat zu Monat. Das Hauptproblem sind die extrem tiefen Zinsen, welche Fehl­entscheide nicht oder erst viel später bestrafen. Ich bin nicht gegen Neuengagements. Nur die Anforderungen an Lage, Grundrisse und Preise müssen hoch sein. Noch mehr vom schon Vorhandenen wird kaum erfolgreich sein.

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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Schröpfen im Fricktal
Das Schröpfen gehört wie auch die Blutegeltherapie oder das Baunscheidtieren zu den sogenannten «ausleitenden Methoden» der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde. Schröpfen ist ein uraltes Verfahren, bei welchem die Haut nicht wie bei einer Massage nach innen gedrückt, sondern mittels Schröpfgläsern und einem darin erzeugten Vakuum nach aus­sen gezogen, gelockert wird. Heutzutage werden Schröpfköpfe aus Glas verwendet. Das Vakuum im Glas kann durch Erhitzen (= warmes Schröpfen) oder Absaugen (= kaltes Schröpfen) der Luft erzeugt werden.
Es löst verspannte Muskulatur, lockert das Gewebe und regt den Blut- und Lymphfluss an. Über die Reflexzonen am Rücken werden die inneren Organe angeregt.

Blutiges Schröpfen, trockenes Schröpfen und Schröpfkopfmassage
Das blutige Schröpfen, bei dem man vor der Schröpfglasanwendung die Haut ritzt, wird heute in der Schweiz kaum mehr angewandt. Trocken geschröpft wird meistens am Rücken. Einerseits, weil sich hier oft schmerzhafte Symptome zeigen, andererseits können am Rücken über reflektorische Verbindungen auch innere Organe erreicht werden. Für die Schröpfkopfmassage wird mit einem speziell breitrandigen Glas der Rücken bearbeitet. Sie ist eine sehr angenehme Therapie bei Schmerzen und Verspannungen.
Mittels der trockenen Schröpfung werden gezielt Blutergüsse gesetzt. So werden vor allem chronisch entzündliche Krankheiten behandelt, welche im Grunde auf einem Mangel an Wärme basieren. Der Organismus versucht sich durch Fieber oder Entzündung zu heilen, schafft dies jedoch nicht ganz. Folge: Immer wieder kommt es zur Entzündungsreaktion: Schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Muskelverspannungen, Arthrosen, Arthritis und Rückenschmerzen, chronische Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis oder immer wiederkehrende grippale Infekte, Mandelentzündungen, das prämenstruelle Syndrom PMS, chronische Kopfschmerzen sowie chronische Harnwegsinfekte.

 Die Naturheilkunde hat hier den Ansatz, die Entzündung (die grundsätzlich ein Heilungsversuch des Körpers war) nicht zu unterbinden, sondern sie zu stützen. Dies aber nicht auf dem geschwächten Organ, sondern über die Haut oder die Reflexzonen am Rücken. Der Körper reagiert auf den Reiz wie bei einer Verletzung mit der Aktivierung diverser Aufräummechanismen, das Immunsystem reagiert, die Blutbildung wird angeregt, das Gewebe wird neu organisiert. Es bleibt über mehrere Tage eine wohlige Wärme zurück. Die Schröpfbehandlung wird in kurzen Abständen sechs- bis neunmal wiederholt.
Nicht geschröpft wird in der Schwangerschaft, bei geschwächten Menschen sowie bei Patienten mit einer Herzschwäche.

Schröpfen im Fricktal
Schröpfen ist nicht neu. Geschröpft wurde vermutlich schon vor rund 5300 Jahren im Gebiet Mesopotamiens. Im alten Griechenland wurde dann so viel geschröpft, dass das Schröpfglas die ärztliche Kunst symbolisierte. Später im Mittelalter wurde bekanntlich so ausgiebig zu Ader gelassen und ausgeleitet, dass die Redewendung «de het mi zümftig gschröpft» noch bis heute eine negative Bedeutung hat.
Aber warum in die Ferne schweifen? – In Laufenburg fand man vor wenigen Jahren auf dem Boden des heutigen «Rhyparks» Kellergemäuer aus dem 15. Jahrhundert: Das ehemalige «Siechenhaus», eine spezielle Krankenstation. Es konnten unter anderem Salbentöpfchen und Schröpfköpfe aus Ton geborgen werden. Dies bezeugt, dass auch im mittelalterlichen Fricktal fleissig geschröpft wurde!

 

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Schweden in einigen Jahren komplett bargeldlos?
In Schweden wird es immer schwieriger, mit Bargeld zu bezahlen. Immer mehr Geschäfte und Restaurants akzeptieren kein Bargeld mehr und stellen «No cash»-Tafeln auf. Bancomaten werden abgebaut, überhaupt können Banken auf das aufwändige Cash-Handling verzichten. Die Schweden schätzen offenbar mehrheitlich das unkomplizierte digitale Bezahlen.
SBN präsentiert neue 100er-Note
Am 3. September 2019 hat die SNB die neue 100er-Note vorgestellt. Sie ist die sechste und letzte Stückelung der neuen Banknotenserie. Als erste Stückelung wurde im April 2016 die 50er-Note präsentiert. Alleine, dass es über drei Jahre dauerte, um die ganze Notenserie aufzugleisen, zeigt, dass die SNB wohl derzeit keine Pläne à la Schweden hat, Bargeld mittelfristig abzuschaffen. Die offizielle Position der SNB, dass das Publikum die Wahlfreiheit haben soll, ob es Bargeld oder digitale Alternativen bevorzugen will, scheint mir sehr sinnvoll.
Bargeld als Zahlungsmittel
Was für eine Funktion hat denn Bargeld überhaupt? Die erste Funktion liegt auf der Hand: Bargeld ist ein Zahlungsmittel. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch in der Schweiz, wo derzeit Bargeld mit Abstand das beliebteste Zahlungsmittel ist, digitales Bezahlen zulegen wird. So schnell wird Bargeld in der Schweiz aber nicht verschwinden.
Bargeld als Wertaufbewahrungsmittel
In Zeiten der Null- und vor allem Negativzinspolitik bekommt Bargeld eine ganz neue Funktion, nämlich die des Wertaufbewahrungsmittels. Wer gezwungen ist, Geld auszuleihen im Wissen, dass er weniger zurückerhält, würde finanziell besser fahren, diesen Betrag als Bargeld zu beziehen und liegen zu lassen. So wenig es volkswirtschaftlich Sinn macht, einen Haufen Papier am Bankschalter zu beziehen und einen Stock tiefer in den Banktresor zu legen, so sehr macht es ab einer gewissen Höhe von Negativzins für den Einzelnen Sinn. Man spricht denn auch von der so genannten Nullzinsgrenze, wo es für Zentralbanken schwieriger wird, die Zinsen weiter zu senken. Natürlich ist der Grenzbetrag nicht genau bei Null, sondern irgendwo leicht im Negativbereich, denn mit der Auszahlung in Form von Bargeld geht natürlich auch das Risiko des Verlusts und ein gewisser Aufwand einher. So lange aber auf Bargeld ausgewichen werden kann, ist es jedenfalls völlig undenkbar, dass die Zinsen bspw. bei -10% liegen. Die Bankschalter würden schon weit davor gestürmt – so lange es denn noch Bargeld gibt…
Zwangsweise Bargeldabschaffung?
Die Einschränkung der Zentralbanken in ihrer Geldpolitik wäre ein ehrliches Argument für die Bargeldabschaffung (auch wenn ich die Schlussfolgerung in keiner Weise teile). Meist werden in der Diskussion aber Argumente vorgeschoben, die nicht stichhaltig sind. Der prominenteste Befürworter der Abschaffung von Bargeld ist der Ökonom Kenneth Rogoff. Er argumentiert vor allem mit der Rolle von Bargeld für Kriminelle. Angesichts der immer engmaschigeren Regulierungsvorschriften spielt Bargeld hier aber eher eine geringere Rolle als früher. Andere Ökonomen kommen denn auch zum Schluss, dass eine weitere Einschränkung oder gar Abschaffung von Bargeld keine signifikante Wirkung auf das Ausmass krimineller Aktivitäten habe.
Ohne Bargeld lückenlose Überwachung
Mit der Abschaffung von Bargeld würde die letzte Bastion gegen massive Negativzinsen eingerissen. Gleichzeitig würde damit die in heutiger Zeit eh drohende lückenlose Überwachung weiter verstärkt. George Orwell’s Big Brother lässt grüssen.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

 

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinder: Impfungen 2
Nebenwirkungen:
Es gibt Nebenwirkungen von Impfungen. Sie sind meldepflichtig und werden von den staatlichen Stellen erfasst (in der Vakzinovigilanz). Gott sei Dank, sind sie in der Regel gering und werden normalerweise nicht oder nicht wesentlich wahrgenommen. Man unterscheidet zwischen der Impfreaktion und Impfkomplikation. Die Bewertung ist nicht immer einfach. Es dürfen nur Gesunde geimpft werden und bei manchen Menschen führt eine gesteigerte Selbstbeobachtung zu unerwünschten Befindlichkeitsstörungen. Die Impfreaktionen sind kurzzeitig und vorübergehend (z.B. werden häufig Schmerzen und Spannungen an der Injektionsstelle wahrgenommen). Eine Impfkomplikation ist deutlich schwerwiegender (zum Teil bis zum Ausbruch der Krankheit, gegen die geimpft wurde). In sehr seltenen Fällen gibt es heftige allergische Reaktionen bis zu einem allergisch-anaphylaktischen Schock!
Eben diese Nebenwirkungen sind u.a. auch ein Argument der Impfgegner, warum nicht geimpft werden soll. Weitere Diskussionspunkte sind die folgenden:
- der Infektionsweg (das Einbringen des Impfstoffes durch die Haut) ist unnatürlich. Normalerweise infiziert man sich über die Schleimhäute. Dabei ist als erste Massnahme des Körpers eine zelluläre Antwort möglich. Diese unterbleibt bei unserer aktuellen Art der Impfung.
- Wie notwendig ist eine Impfung überhaupt?
- Ist die Krankheit so häufig, dass ein Auftreten epidemische Ausmasse annimmt?
- Sind die Auswirkungen auf den Organismus schwerwiegend?
- Gibt es genügend gute Behandlungsmöglichkeiten (wie z.B. Antibiotika bei bakteriellen Infekten)?
(Diese Fragen beantworten die Impfgegner auf ihre Weise.)
- Die Wirksamkeit von Impfungen generell wird angezweifelt.
- Die Sicherheit der Impfstoffe wird angezweifelt, besonders auch die Wirkungsverstärkung durch beigesetzte Substanzen. Oder bei der Produktion verwendete Hilfsstoffe werden als gefährlich befunden.
- Allgemein wird die Vorsorge (man erkrankt nicht mehr an diversen Infektionskrankheiten) als nicht notwendig erachtet. Der heutige Lebensstandard ist so hoch, die medizinische Versorgung ist so gut, dass die Infektions-Erkrankungen problemlos behandelt werden können.
- Erkrankte Kinder machen während einer Erkrankung einen Entwicklungsschub, der ihnen sonst fehlen würde.
- Seit generell geimpft wird, haben die Allergien massiv zugenommen, das wird den Impfstoffen angelastet.
Tja es gibt keine allgemeingültige richtige Antwort.
Es gibt Menschen, die nicht geimpft werden können, weil ihr Status des Immunsystems das nicht zulässt. Dazu gehören alle Patienten, die ein Organ implantiert bekommen haben. Sie müssen lebenslang Immunsuppressiva einnehmen, um ein Abstossen zu verhindern. Säuglinge oder sehr betagte Menschen haben ebenfalls ein eingeschränkt funktionierendes Immunsystem. Sie sind in einer Gesellschaft, in der «keine» Infektionskrankheiten vorkommen, geschützt.
- Die Geschichte der Impfungen ist erfolgreich, das ist in allen Studien aller Länder bewiesen!
- Impfen schützt vor schwerwiegenden Infektionskrankheiten, auch das ist klar bewiesen, selbstverständlich nicht zu 100%!
- Die Nebenwirkungen sind statistisch gesehen sehr viel geringer als der Nutzen! Aber man muss sich um die Nebenwirkungen kümmern, darum gibt es die zwingend vorgeschriebene Melde-Pflicht!
- Alle geimpften Menschen schützen die Nicht-Geimpften durch das Unterbrechen der Infektionskette.
- Impfungen sind für Tiere sogar vorgeschrieben, auch dort funktioniert der Schutz hervorragend (ein Beispiel ist die erfolgreiche Bekämpfung der Tollwut).

Unserer Meinung nach, gibt es kaum eine Erfindung in der Medizingeschichte, die der Menschheit so viel Gutes gebracht hat, wie die Impfung. Wir kennen ja keine Ausbrüche mehr von Diphtherie- oder Pocken-Epidemien mit Tausenden von Toten innert kürzester Zeit. Das entbindet niemanden von der Entscheidungsfrage: Wie gehe Ich mit der Impfung um? Eine gute, sachliche Information ist nötig und hilfreich, um zu einer Entscheidung zu kommen.

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

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