Ein Produkt der mobus 200px

Ratgeber

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Aktienpreise versus Realwirtschaft
«Früher» versuchte man den Wert einer Aktie in Relation zu Gewinn oder Umsatz zu setzen, schliesslich ist der Wert (nicht der Preis) einer Firma davon abhängig, was sie in der realen Wirtschaft erarbeitet. Solche «altmodischen» Überlegungen haben scheinbar in den letzten 20 Jahren ihre Berechtigung verloren, die Bewertungen erreichten nie zuvor gekannte Höhen.
Die meistgehörte Begründung war, dass die Zentralbanken so viel Liquidität in die Märkte und die Zinsen damit auf Null drückten, dass die neuen höheren Bewertungen gerechtfertigt seien. Das würde erst ändern, wenn Inflation wieder auftaucht. Das ist jahrzehntelang nicht passiert, letztes Jahr dafür aber umso explosiver. Derzeit beträgt die Inflation in den USA extrem hohe 7%. Ein Niveau, das seit 40 Jahren nicht mehr gesehen wurde. Trotzdem haben die Märkte bisher nicht korrigiert.
Es bleibt noch das Argument, dass die Zinsen (trotz Inflation) ja immer noch tief seien. Doch wie lange noch? Den vorsichtigen Investoren gehen langsam die Argumente aus. Der Fondsmanager Sir John Templeton hat einmal gesagt: «The four most dangerous words in investing are: this time it’s different.» Ist es diesmal tatsächlich das erste Mal «anders»?

Inflation und Geldpolitik
Was sind die offiziellen Ziele der Zentralbanken? 1. Geldwertstabilität, 2. Vollbeschäftigung, 3. Systemstabilität.
Und wo stehen wir diesbezüglich? Bei der Geldwertstabilität steht die Ampel auf rot, die Geldentwertung schreitet so schnell voran wie letztmals in den 70er-Jahren. Bei der Vollbeschäftigung steht die Ampel bestenfalls auf Orange, wir sind in den USA mit einer
Arbeitslosenquote von 3,9% recht tief, weiterer Schub ist weder nötig noch sinnvoll. Und bei der Systemstabilität müssten die Ampellichter auf Dunkelrot stehen angesichts der noch nie gesehenen teuren Bewertungen im Vergleich zur Realwirtschaft sowohl von Aktien wie auch Immobilien und einem damit drohenden Crash oder zumindest viel geringeren künftigen Erträgen.
Nach traditionellen Massstäben und gemessen an den eigenen Zielen der Zentralbanken hätten diese also längst schon auf das Bremspedal treten müssen. Das lässt sich auch mit Modellen quantifizieren. Das berühmteste davon ist die so genannte Taylor-Rule. Nach dieser müsste die Federal Reserve Rate derzeit bei 5 bis 6% stehen, um die hohe Inflation zu bekämpfen. Selbst ohne restriktiv, sondern einfach nicht mehr expansiv zu sein, läge gemäss Taylor-Rule der Zinssatz etwa bei 3%. Und wo stehen wir? Bei 0 bis 0,25%, eine solch extreme Abweichung hat es noch nie gegeben.
Die Zentralbanker scheinen in einem eigenartigen Gruppendenken gefangen und sind wesentlich in Verzug mit der Bekämpfung der Inflation. Mit einer solch waghalsigen Geldpolitik nehmen sie bewusst in Kauf, dass der Mittelstand massiv geschädigt wird. Die Fed hat immerhin angekündigt, dass sie ganz minim vom Gas gehen wird.
Uneinsichtig ist noch immer Frau Lagarde von der EZB, die nicht nur die Augen absichtlich verschliesst, sondern sich auch noch die Ohren zuhält, um die Geldmengenausweitung mit Vollgas fortzuführen. Doch die EZB schert sich nicht nur keinen Deut um ihre Ziele, sie schert sich auch keinen Deut um ihre Verbote. Mit ihren gigantischen Käufen von Staatsanleihen finanziert die EZB Staatsdefizite, was ihr eigentlich klar verboten ist.

Anlageimplikationen
Angesichts der überteuerten US-Aktienmärkte raten wir zu einem Aktien-Untergewicht, einem Ausweichen auf günstigere Aktienmärkte wie den Emerging Markets und Teilen in Europa und einem Gegengewicht in Rohstoffen inkl. Edelmetallen. Obligationen in CHF und EUR sind trotz leicht höheren Zinsen noch immer selten lohnenswert, im Gegenzug ist der Schweizer Franken Cash-Bestand trotz hoher Inflation sehr hoch.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Hoffnungen und Befürchtungen
Der Mensch besitzt die Fähigkeit, über sich selber, sein Schicksal und das Leben im Allgemeinen nachzudenken, Vorsätze zu fassen und Pläne zu schmieden. Wir tun dies besonders zum Jahreswechsel und blicken einerseits zurück auf das vergangene Jahr und drauf, was es uns gebracht hat. Wir ziehen Bilanz, wieweit wir unsere Ziele erreicht haben, was Unvorhergesehenes eingetreten ist, was gut und was belastend war. Andererseits machen wir uns verstärkt Gedanken über die Zukunft und stellen uns die Frage, was uns wohl im neuen Jahr erwarten mag. Dabei hegen wir sowohl Hoffnungen als auch Befürchtungen, was uns die Zukunft bringen möge.
Der Wunsch, einen Blick in die Zukunft werfen zu können, existiert wohl seit der Entwicklung zum homo sapiens, zum denkenden und wissenden Menschen und seit der Erkenntnis, dass wir nicht alles wissen können. «Ich weiss, dass ich nichts weiss», sagte schon Sokrates rund 400 Jahre v. Christus. Trotz oder gerade wegen dieser Erkenntnis suchen einige Menschen Antworten bei Horoskopen, Wahrsagern und Wahrsagerinnen, Propheten und Prophezeiungen, Tarot-Karten, Traumdeutungen, im Glauben an Omen, bei wissens- und heilsverkündenden Gemeinschaften und vielem mehr, um vermeintlich einen Blick auf die Zukunft erhalten zu können. Gerade in Zeiten von grossen Unsicherheiten und Krisen hatten/haben solche Angebote einen gros­sen Zulauf und viele verdienen mit der Angst der Menschen vor der Zukunft viel Geld.
Das Orakel von Delphi soll einst, gemäss griechischer Mythologie, auf die Frage nach der Zukunft verkündet haben: «Erkenne dich selbst» und hat seither viele Philosophen und Philosophinnen inspiriert und beschäftigt. Diese Selbsterkenntnis mag uns ja bewusst machen, dass wir viele Dinge im Leben durch Planung, Anstrengung, durch unsere Fähigkeiten und Tugenden erreichen können und dass es gut sei, sich Ziele zu setzen und darauf hinzuarbeiten. Wir erkennen aber dabei zugleich unsere Grenzen, weil uns vieles nicht gelingt und weil das Leben uns immer wieder auch mit Herausforderungen und Schicksalsschlägen konfrontiert, auf die wir keinen Einfluss haben. Es geschehen Unfälle, Krankheiten, Todesfälle, Überfälle, Katastrophen, Krisen, Attentate, Kriege, Seuchen und anderes Nichtvorhersehbares, das wir nicht beeinflussen können. Und so bleibt uns letztendlich doch nur das Bewusstsein, dass wir stets mit allem rechnen müssen.
Ob wir diesen Blick in die Zukunft nun eher mit Hoffnung wagen, also mit der Vorstellung eines positiven Ausgangs, oder eher mit Befürchtungen, dass es nicht so gut ausgeht, liegt allerdings bei uns selber: Unser Charakter, unsere Prägung, unsere persönliche Geschichte liefern uns die Grundlage, welche Sichtweise wir einnehmen können. Wenn ich in meiner Vergangenheit gelernt habe, dass ich auch in schwierigen Zeiten bestehen, Unterstützung finden, mir selber Gutes tun, mich anpassen kann, dass ich auch Krisen bestehen und überstehen kann, wird wohl die Hoffnung mich tragen können. Wenn ich allerdings denke, dass ich überfordert und allem Belastenden hilflos ausgeliefert bin ohne die Aussicht auf Besserung oder einen Ausweg, dann werde ich eher von Befürchtungen geplagt sein. Dennoch habe ich als Mensch auch die Wahl, welchen Gedankengängen ich den Vorrang geben möchte. Welche Sichtweise möchte ich haben: Das Glas ist halb leer oder halb voll?
Ich wünsche Ihnen allen zum neuen Jahr, dass Sie die Kraft zur Hoffnung haben, dass auch unvorhergesehen und unverhofft Gutes geschehen kann und dass Sie Zuversicht, Unterstützung, Mitgefühl, Trost, Respekt und Toleranz erfahren und auch anderen Menschen schenken können! Denn mit diesen menschlichen, zivilisierten Eigenschaften können wir alle aktiv einen persönlichen Beitrag leisten, um schwere Zeiten zu bewältigen!

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.oekberatung.ch

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Erhöhte erblasserische Verfügungsfreiheit (revidiertes Erbrecht)
Am 18. Dezember 2020 haben die Eidgenössischen Räte in ihrer Schlussabstimmung die Revision des Erbrechts verabschiedet. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 19. Mai 2021 entschieden, das revidierte Erbrecht auf den 1. Januar 2023 in Kraft zu setzen. Die Revision bringt verschiedene Änderungen. Eine davon betrifft das Pflichtteilsrecht. Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, bestehende Ehe- und Erbverträge sowie Testamente bereits heute einer Überprüfung zu unterziehen und bei Bedarf anzupassen.
Unter geltendem Recht ist die Verfügungsfreiheit des Erblassers aufgrund der Pflichtteile eingeschränkt. Künftig erhält der Erblasser mehr Flexibilität, indem der Pflichtteil der Nachkommen von 3/4 des gesetzlichen Erbteils auf neu 1/2 reduziert und der Pflichtteil der Eltern vollständig aufgehoben wird. Der Pflichtteil des überlebenden Ehegatten bleibt unverändert bei 1/2 des gesetzlichen Erbteils. Nach dem neuen Erbrecht gilt somit für alle Pflichteilserben ein Pflichtteilsanspruch von der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Durch die tieferen Pflichtteile der Nachkommen und den Verlust des Pflichtteilsrechts der Eltern erhöht sich somit die verfügbare Quote des Erblassers. Er kann also freier über seinen Nachlass verfügen und bspw. einzelne Nachkommen, den überlebenden Ehegatten, den Konkubinatspartner oder wohltätige Organisationen besser begünstigen. Keine Änderungen erfahren demgegenüber die gesetzlichen Erbteile. Damit sind Konkubinatspartner, Stief- und Pflegekinder wie bisher keine gesetzlichen Erben. Allerdings können diese aufgrund der erhöhten freien Quote künftig mehr begünstigt werden mittels einer Verfügung von Todes wegen (Testament oder Erbvertrag).
Die erhöhte erblasserische Verfügungsfreiheit lässt sich exemplarisch an folgendem Sachverhalt darstellen: Hinterlässt eine Frau ihren Ehemann und zwei gemeinsame Kinder, beträgt der Pflichtteil des Mannes heute 1/4 (1/2 des gesetzlichen Erbteils von 1/2). Der Pflichtteil der beiden Kinder beläuft sich auf insgesamt 3/8 (3/4 ihres gesetzlichen Erbteils von 1/2). Für jedes der beiden Kinder entspricht dies einem Pflichtteil von 3/16. Gemäss neuem Recht beträgt der Pflichtteil des Ehemannes in diesem Beispiel weiterhin 1/4, derjenige der Kinder aber nur noch insgesamt 1/4 und pro Kind 1/8 (1/2 ihres gesetzlichen Erbteils von insgesamt 1/2). Die frei verfügbare Quote der Ehefrau erhöht sich in diesem Beispiel von 3/8 auf 1/2 ihres Nachlasses. Hinterlässt eine Erblasserin nur Nachkommen und keinen Ehegatten, beträgt die frei verfügbare Quote neu 1/2 statt wie bisher 1/4.
Gerne beraten wir Sie, wie Sie Ihre Wünsche in Bezug auf Ihren Nachlass unter Berücksichtigung des revidierten Erbrechts bestmöglich umsetzen können, oder prüfen, ob Ihre bisherigen letztwilligen Verfügungen auch unter dem revidierten Erbrecht Ihre Wünsche optimal regeln.


Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
Ihre Anfragen werden diskret behandelt

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Enormes Rückkaufsprogramm bei Novartis
Novartis will bis Ende 2023 eigene Aktien im Wert von bis zu 15 Milliarden zurückkaufen. Regelmässige Leser wissen, dass ich meist kein Fan von Aktienrückkäufen bin. Leider habe ich in der Vergangenheit oft beobachtet, dass zu Spitzenpreisen Aktien zurückgekauft wurden. Böse Zungen behaupten manchmal, damit die Optionen der Manager mehr Wert wurden…
Novartis hat soeben sein grosses Roche-Inhaber-Aktienpaket verkauft und «schwimmt» damit in Liquidität. Zukäufe sind im Moment teuer und einfach nur Liquidität halten ist angesichts von Minuszinsen auch kaum die alleinige Option. Der Kurs der Novartis-Aktie ist im Vergleich zu vielen anderen Aktien recht vernünftig. Dies hat aber auch mit der eher bescheidenen Pipeline an neuen, umsatzstarken Medikamenten zu tun. Für mich macht es so Sinn, für einen Teil der Liquidität Aktien zurückzukaufen und gleichzeitig nach kleineren Übernahmeobjekten Ausschau zu halten. Ich bleibe vorläufig bei Novartis engagiert.
Basilea, Idorsia, Santhera, Polyphor und weitere sind Schweizer Biotech-Firmen, welche in völlig unterschiedlichem Zustand sind, alle aber kursmässig eher schwierige Zeiten durchmachen. Während Santhera und Polyphor nach Entwicklungsmisserfolgen nur noch ein Schattendasein frönen, sind Basilea und vor allem Idorsia doch von anderer Bedeutung und Grösse.
Es zeigt sich aber, dass der Weg bis zu einem marktreifen Medikament oft harzig und steinig verläuft und sehr viel Kapital und Geduld braucht. Basilea hat schon längere Zeit erste Produkte, schreibt aber immer noch Verlust. Idorsia hofft auf eine erste Zulassung in den nächsten Wochen. Als kleine Beimischung kann ich mir beide Titel vorstellen. Basilea könnte zudem mal ein Übernahmekandidat werden. Anstelle teurer Lizenzgebühren zu zahlen, könnte Pfizer die Firma vielleicht auch mal übernehmen.
Ich wünsche Ihnen erholsame und schöne Festtage und einen erfreulichen und gesunden Start ins 2022.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Inflation so hoch wie seit 30 Jahren nicht mehr
Ich habe das Thema Inflation im Juli- und August-Ratgeber aufgegriffen. Seither ist die Inflation in vielen Ländern weiter angestiegen, auf ein Niveau, das wir 30 Jahre und länger nicht mehr gesehen haben: 6,2% in den USA, 4,2% im Vereinigten Königreich, 5,2% in Deutschland und 4,9% in der Eurozone. In der Schweiz steigt die Inflation auch, wir stehen aber mit derzeit 1,5% noch vergleichsweise gut da.
Inflation nicht nur temporär so hoch
Anfänglich leugneten die Zentralbanker schlicht, dass ihre Massnahmen Infla­tionsgefahren mitbeinhalten. Sie hatten auch gute Argumente. Jahrelang versuchten sie vergeblich, die Inflation anzufachen. Diese blieb hartnäckig unter dem angestrebten Niveau von etwa 2%.
Dieses Jahr nun stieg die Inflation «endlich», und zwar so deutlich, dass vorsichtigere Experten schon früh Bedenken äus­serten. Die Antwort der Zentralbanker war, das sei nur der Corona-Delle von letztem Jahr geschuldet. Das war eine offensichtlich «dumme» Antwort, denn vor einem Jahr war die Inflation nicht etwa negativ, sondern einfach tief. Die Inflation stieg in den folgenden Monaten weiter. Die Zentralbanker passten ihre Antwort an, die Inflation sei nur «transitorisch» so hoch und unmittelbar in den kommenden Monaten wieder auf gewohnt tiefem Niveau. Frau Lagarde von der EZB ist auf diesem Level stecken geblieben. Der Chef der US Notenbank Fed, Jerome Powell, hat hingegen letzte Woche endlich zugegeben, dass es Zeit sei, die Inflation nicht mehr als «vorübergehend» zu bezeichnen. Er rechne damit, dass der Preisanstieg länger als bisher erwartet auf hohem Niveau bleibe. Lieber späte Einsicht als gar keine.
Wie reagieren die Zentralbanken?
Wer nun denkt, dass die Fed nun aufs geldpolitische Bremspedal stehen würde, täuscht sich. Weder stehen unmittelbar höhere Zinsen an, noch wird Liquidität aus dem Markt genommen. Was die Fed an ihrer nächsten Sitzung im Dezember möglicherweise beschliessen wird, ist, etwas schneller vom Gas zu gehen als bislang angekündigt. Mit anderen Worten bleiben die Zinsen vorerst weiterhin auf Tiefstständen und es wird weiterhin – wenn auch weniger schnell als bisher gedacht – Liquidität in den Markt gedrückt. Ob das reichen wird, um die Inflation im Zaum zu halten, wird sich zeigen.
Inflation produziert fast nur Verlierer
Wir erwarten zwar nächstes Jahr einen Rückgang der Inflation, aber selbst wenn bspw. die Inflation «nur» noch bei +3% liegen würde, wäre die US-Inflation über zwei Jahre bei fast 10%. Das hat sowohl Einfluss auf die Kaufkraft von Ersparnissen (10% weniger auf die gesamten Ersparnisse in zwei Jahren ist substanziell, und selbst danach dürfte die Inflation nicht verschwunden sein) wie auch auf
die Kaufkraft der Löhne der Arbeitnehmer. Wenn die Löhne nicht ebenfalls 10% steigen, dann hat auch der einfache Arbeitnehmer Einbussen.
Am wenigsten Einbussen hätten die in Sachwerte investierten vermögenden Personen. Inflation in der aktuellen Grössenordnung produziert fast nur Verlierer. Vor allem hat Inflation das Potenzial, innert weniger Jahre den Mittelstand komplett zu eliminieren. Zentralbanker sollten deshalb endlich von der Masslosigkeit ihrer Geldmengenausweitung wegkommen.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Die Diät
Das Wort «Diät» ist zugegebenermassen kein sehr gluschtiges Wort für den Titel meines Ratgebers. Aber Sie haben sich allem Anschein nach schon mal nicht vom Lesen abhalten lassen. Das freut mich.
Die Heilkunst umfasst im Grundsatz drei Teilbereiche: Zuerst kommt die Diätetik zum Zuge, zweitens die Arzneimitteltherapie, drittens die Chirurgie. Als erster Schritt sollte versucht werden, die krank machenden Lebensumstände zu ordnen. Erst als zweiter Schritt kommen die Medikamente, seien es nun chemische, homöopathische oder pflanzliche Mittel. Als Allerletztes, wenn Diätetik-Massnahmen und Heilmittel-Möglichkeiten ausgeschöpft sind, wenn alles nicht hilft, erst dann greife man allenfalls zum Messer.
Unter «Diät» im engeren Sinn stellt man sich heute das Einhalten einer speziellen Ernährung vor. Das Wort wird assoziiert mit Hunger und dem Wunsch, möglichst schnell möglichst viel abzunehmen. Das altgriechische Stammwort «diaita» bedeutet «die Lehre der Lebensweise». Es ist also ursprünglich viel breiter gemeint im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität. Die Diätetik beschreibt alle Lebensumstände, die auf den Menschen einen Einfluss haben. Während die Konstitution genetisch festgelegt ist und man sich im besten Fall mit ihr arrangieren kann, sie aber nicht zu lenken vermag, sind alle Bereiche der Diätetik beweglich.
Spannenderweise ist die Ernährung nur einer von vielen Punkten, die den Menschen und dessen Gesundheit beeinflussen. Paracelsus beschreibt um 1500 n. Chr. die sogenannten «res non naturales», äussere Einflüsse auf den Menschen, die nicht naturgegeben sind, die veränderlich sind, die den Menschen im Laufe seines Lebens formen. Dazu gehören natürlich
• Speise / Trank, aber auch
• Schlafen / Wachen
• Arbeit / Ruhe
• Luft / Licht
• Leidenschaften und Gefühle, also menschliche Beziehungen in Beruf, Freizeit, Familie und Partnerschaft.
Jede Änderung (ein «Mehr», ein «Weniger» oder auch ein «Anders») in einem dieser Bereiche hat direkte Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit: Was, wann, wie esse ich? Gehe ich regelmässig an die frische Luft und bewege ich mich genügend? Wie ist mein Schlaf? Sind Arbeit und Alltag befriedigend? Bin ich emotional ausgeglichen? Sind meine Beziehungen erfüllend?
Wenn klar wird, welche Bereiche krankmachend sind, geht es darum, Wege zu finden, diese zu verändern. In der Diätetik-Beratung wie auch dem systemischen Therapieansatz werden Vorschläge gemacht und Begleitung angeboten. Der Patient / die Patientin nimmt die Gesundheit selbst in die Hand und kann nachhaltig viel bewirken.
Die Gewichtsreduktions-Diät ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn mehrere Lebensbereiche umgestellt werden. Damit sich im System etwas grundlegend ändern kann, braucht es ein Überdenken der gewohnten Abläufe. So kann «Diät» eine Veränderung der Arbeitssituation oder am Arbeitsplatz bedeuten. Was und wieviel ist beim Essen genauso wichtig wie ein Wo, Wann und Wie: Esse ich wütend im Stehen mit meinem nervigen Chef in der Kälte schnell einen «gesunden» Salat-bowl oder treffe ich mich gemütlich zu «Schnipo», Schoggimousse und Wein mit meinen liebsten Menschen? Das macht einen Unterschied. Schlussendlich übrigens auch aufs Gewicht.

Begleitung für Paare / Fragen:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

 

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Verteidigung im Strafverfahren
Wie ist die Verteidigung in Strafverfahren geregelt? Wann ist eine Verteidigung erbeten, wann notwendig, wann amtlich? Wann wird die notwendige Verteidigung angeordnet, wann die amtliche Verteidigung? Die Schweizerische Strafprozessordnung (StPO) beantwortet diese Fragen wie folgt:

Wahlverteidigung (erbetene Verteidigung)
Die beschuldigte Person ist berechtigt, in jedem Strafverfahren und auf jeder Verfahrensstufe auf eigene Kosten einen Rechtsbeistand mit ihrer Verteidigung zu betrauen (Wahlverteidigung) oder, unter Vorbehalt der notwendigen Verteidigung, sich selber zu verteidigen.

Notwendige Verteidigung
Die beschuldigte Person muss u.a. zwingend verteidigt werden, wenn sie seit mehr als zehn Tagen in Untersuchungshaft ist, ihr eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr oder eine Landesverweisung droht oder sie wegen ihres gesundheitlichen Zustandes ihre Verfahrensinteressen nicht ausreichend selbst wahren kann.
Liegt ein Fall notwendiger Verteidigung vor, so achtet die Verfahrensleitung (Staatsanwaltschaft, Gericht) darauf, dass unverzüglich eine Verteidigung bestellt wird.

Amtliche Verteidigung
Die Verfahrensleitung ordnet sodann eine amtliche Verteidigung an, wenn bei notwendiger Verteidigung die beschuldigte Person trotz Aufforderung der Verfahrensleitung keine Wahlverteidigung bestimmt oder wenn die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen finanziellen Mittel verfügt und die Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist. Letzteres ist namentlich dann der Fall, wenn es sich nicht um einen Bagatellfall handelt und der Straffall Schwierigkeiten bietet, denen die beschuldigte Person allein nicht gewachsen wäre. Ein Bagatellfall liegt dann nicht mehr vor, wenn eine Freiheitsstrafe von mehr als 4 Monaten oder eine Geldstrafe von mehr als 120 Tagessätzen zu erwarten ist. Die Verfahrensleitung berücksichtigt bei der Bestellung der amtlichen Verteidigung nach Möglichkeit die Wünsche der beschuldigten Person. Die amtliche Verteidigung wird vom Staat zum (reduzierten) amtlichen Tarif entschädigt.
Egal, ob die Verteidigung frei gewählt, notwendig oder amtlich ist, die Verteidigung ist in den Schranken von Gesetz und Standesregeln allein den Interessen der beschuldigten Person verpflichtet. Die Verteidigung der beschuldigten Person ist dabei Anwältinnen und Anwälten vorbehalten, die nach dem Anwaltsgesetz berechtigt sind, Parteien vor Gerichtsbehörden zu vertreten.


Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
Ihre Anfragen werden diskret behandelt

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Scheinheilige Zentralbanken
Die amerikanische Zentralbank Fed warnt vor enormen Risiken in den Finanzmärkten, SNB und Finma vor Risiken im Schweizer Immobilienmarkt. Solche Schlagzeilen konnte man in den letzten Wochen mehrfach lesen. Grundsätzlich sind Warnungen vor möglichen Risiken kaum etwas Schlechtes. Wenn man aber ein wenig genauer hinschaut, dann warnen die Zentralbanken vor ihren eigenen Taten. Ohne das völlig überblähte Finanzsystem wären kaum so grosse Risiken entstanden und in kaum einer Anlagekategorie wären die Preise so massivst gestiegen. Also spielt man mit dem Feuer und danach warnt man davor. Schon etwas schizophren, und das auf der höchsten Stufe. Da sollten wir eigentlich mehr erwarten dürfen, wäre doch die Geldwertstabilität das höchste Ziel der meisten Zentralbanken. Wir scheinen nun fast die gleichen Fehler wie viele Entwicklungsländer zu machen, wo es früher oder später in einer Schuldenfalle oder einem Währungsschnitt oder beidem geendet hat. Wie wir da wieder ohne grosse Wunden rauskommen? Die nächsten Jahre werden es zeigen.
Trauerspiel Credit Suisse und niemand ist verantwortlich….
Seit der Finanzkrise kennt der Aktienkurs der CS-Aktie nur einen langfristigen Trend: den nach unten. Zwar hat das Management sicher drei- oder viermal gewechselt, aber schlussendlich ist niemand für die Pannen, Pech und Pleiten wirklich verantwortlich. Dutzende von Manager haben jahrelang tolle Gehälter und Boni bezogen und die Besitzer, die Akionäre, haben die Zeche für all die Fehler bezahlt. Das Finanzsystem hat leider immer noch viel zu viele falsche Anreize. Boni sollten nur fliessen, wenn es nachhaltige Gewinne gibt. Verluste müssten auch mitgetragen werden, sonst ist das System völlig einseitig und aus meiner Sicht falsch. Ich hoffe, dass es endlich zu einem Gesinnungswandel in der ganzen Branche kommt. Hoffentlich sind die Veränderungen nicht wieder nur Lippenbekenntnisse. Viel zu lange wurde Wasser gepredigt, obwohl in den oberen Etagen teilweise immer noch viel Wein floss.
Dieses Mal ist alles anders
Gefühlt alle zehn Jahre meint man von neuem, dass in der Zukunft alles anders sei und alte Zöpfe keine Rolle mehr spielten. Einmal ist immer das erste Mal. Trotzdem muss ich aus meiner rund 35-jährigen Finanzerfahrung sagen, dass es schlussendlich immer ein Trugschluss war. Ja, es gibt Veränderungen und die kann man nicht aufhalten. Aber viele hoffnungsvolle Übertreibungen werden sich auch dieses Mal mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit irgendeinmal in Luft auflösen. Wenn ich bald bei jeder Bewerbung bei Hobby «Handeln mit Kryptowährungen» lese, dann löst das bei mir keine euphorischen Gefühle aus.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch 

Auge (Folge 7) Degenerative Augenerkrankungen (Glaukom oder grüner Star)

In den nächsten Folgen gehen wir auf die Augenerkrankungen ein, die sich im Laufe der Zeit bilden können. Diese Folge ist dem oben angesprochenen Glaukom gewidmet. Der Name kommt, wie so häufig, aus dem Griechischen: «glaucos» heisst meergrün (die Iris der Betroffenen erscheint bläulich grau). Es ist ein unbedingt zu behandelndes Leiden. Alle Glaukom- Typen führen unbehandelt zu «Gesichtsfeldausfällen», und letztendlich kann die Erkrankung zu einer Erblindung führen. Es werden hauptsächlich zwei Formen unterschieden: das primäre (eine eigenständige Augenerkrankung) und das sekundäre (als Folge einer bestehenden Augenerkrankung, einer allgemeinen Erkrankung, oder Ähnlichem).
Medizinisch liegt ein Missverhältnis zwischen einem erhöhten Augeninnendruck (der Augenarzt misst denselben) und dem Perfusionsdruck der Papille (arterieller Druck) vor. Das heisst, dass dieser Druck die Blutversorgung des Sehnervs einschränkt und letztendlich so schädigt, dass das Sehvermögen vermindert wird.
Der normale Augeninnendruck liegt zwischen 10 und 21 mm Hg, Werte zwischen 22 und 26 mm Hg sind Glaukom-verdächtig. Wie beim Blutdruck beobachtet man auch hier Schwankungen. Bei den meisten Menschen ist der Augeninnendruck am Morgen am höchsten. Auch im Alter nimmt er zu oder auch bei körperlicher Belastung. Bei starkem Husten, Niesen, Pressen oder auch beim Spielen von Blasinstrumenten sieht man sogenannte Spitzen. Bei Menschen mit einem niedrigen Blutdruck kann ein Glaukom auch schon bei normalem Augeninnendruck entstehen. Der Augenarzt fragt Sie daher nach ihrem Blutdruck.

Natürlich kennt man auch bei dieser Problematik bestimmte Risikofaktoren (einige sind hier aufgeführt).
• Rauchen vermindert die Durchblutung (nicht nur in der Peripherie wie bei den Händen und Füssen).
• Übermässiger Alkoholgenuss erhöht die Kammerwasserproduktion.
• Genetische Komponente: Erkrankte Verwandte 1. Grades erhöhen die Wahrscheinlichkeit an diesem Leiden zu erkranken.
• Höheres Lebensalter;
• Erkrankungen wie schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes
• Starke Kurzsichtigkeit
Die Behandlung erfolgt medikamentös über das Einträufeln von Augentropfen (wichtig ist natürlich auch hier die Regelmässigkeit der Anwendung) oder in besonderen, seltenen Fällen über einen operativen Eingriff.
Ein Sonderfall ist das akute Glaukom oder anders formuliert der Glaukom-Anfall: er ist meist nur einseitig und erkennbar an folgenden typischen Symptomen wie:
• ein einseitig rotes Auge,
• ein harter Augapfel bei leichtem Druck auf das geschlossene Auge
• eine nicht reagierende, mittelweite Pupille
• Augenschmerzen und Sehstörungen.
Oft kommen starke einseitige Kopfschmerzen Übelkeit und Erbrechen dazu. Leider können diese Beschwerden mit einem Migräneanfall verwechselt werden. Ein akutes Glaukom ist ein Notfall und gehört sofort in augenärztliche Behandlung!

Daraus ergibt sich als Empfehlung für uns alle: eine regelmässige Augeninnendruckmessung ab dem 40. Altersjahr.
Die Erkrankung kommt nämlich so schleichend, dass eine Erkennung oft erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium von den Patienten selbst stattfindet. Leider gibt es kaum Symptome, die eindeutig wären. Deshalb ist die Vorsorge so wichtig.

Bleiben Sie gesund.
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

1000 Milliarden = 1 Billion (Englisch 1 trillion)
Apple hat vor drei Jahren, im Sommer 2018, als erste kotierte Firma die symbolkräftige Marke von USD 1000 Mia Marktkapitalisierung überschritten. Zum Vergleich: Gemäss tradingseconomics.com übertreffen derzeit nur 17 grössere Länder mit ihrem Bruttosozialprodukt diesen Wert. Die Schweiz hat 2020 ein geschätztes BSP von USD 748 Milliarden. Mit der ultraexpansiven Geldpolitik der Zentralbanken wurde seither Rekord um Rekord gebrochen. Die aktuell grössten Marktkapitalisierungen haben Amazon und Microsoft mit je knapp 2500 Mia USD.
Tesla
Das neueste Mitglied im 1-Billionenclub ist Tesla. Ein Auftrag des Autovermieters Hertz liess den Kurs explodieren, das Vermögen von Hauptaktionär Elon Musk legte an einem einzigen Tag um 36 Mia USD zu. Wie absurd und spekulationsgetrieben die Märkte derzeit sind, zeigte sich einmal mehr: Dieser eine Auftrag von Hertz beschert Tesla einen Mehrumsatz (nicht Gewinn) von 4 Mia, die Marktkapitalisierung hat an diesem einen Tag aber um 111 Mia USD zugelegt. Selbst wenn Elon Musk die zu liefernden Autos aus der Luft gratis kreieren könnte und diese 4 Mia nicht nur Umsatz, sondern zusätzlicher Gewinn wäre, wäre die Marktreaktion übertrieben. Tesla ist ein beeindruckender Vorreiter sowohl was E-Fahrzeuge angeht wie auch Software mit dem Ziel von selbstfahrenden Fahrzeugen. Aber auch Tesla wird sich der Bewertungsproblematik nicht entziehen können. Noch vor nur etwas mehr als
einem Jahr war Tesla mit etwa einem knappen Drittel von heute bewertet. Damals ging ich auf diese Problematik etwas detaillierter ein. Wer Interesse an unserer damaligen Einschätzung hat, kann dies auf unserer Homepage https://www.ruetschiag.ch/PDF/Ratgeber_20200723.pdf nachlesen. Noch mehr als damals ist heute extrem viel Positives im Preis drin.
Schweizerische Nationalbank SNB
Die Marktkapitalisierung der SNB beträgt vergleichsweise mickrige 500 Mio, also 2000x weniger. Was hat denn jetzt die SNB mit der 1000-Milliarden-Grenze zu tun? Nicht die Marktkapitalisierung, aber die Bilanzsumme hat Anfang 2021 die Grenze von 1000 Milliarden CHF überstiegen. Mit der Begründung, der Schweizer Franken sei überbewertet, druckt die SNB seit Jahren Franken in die Märkte. Sie verkauft/schwächt den Franken und kauft/stützt Fremdwährungen. Der Effekt ist, dass sowohl Aktiva (Fremdwährungsanlagen) wie Passiva/Schulden (Franken) zunehmen und die Bilanzsumme grösser wird. Aber nicht nur ein bisschen grösser, sondern dramatisch viel grösser. Noch Anfang 2010 lag die Bilanzsumme bei weniger als 200 Mia, sie hat sich somit in etwas mehr als einer Dekade verfünffacht! Und noch ein weiteres Fachdetail: Wissen Sie, welche Fremdwährung bei der SNB am prominentesten vertreten ist? Wenn Sie Euro sagen, wären Sie bis Ende 2020 richtig gelegen. Mittlerweile aber hat der USD den Euro als grösste Fremdwährungsposition im SNB-Anlageuniversum abgelöst.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

Sex für Fortgeschrittene
In den meisten langjährigen Partnerschaften verändert sich das Sexualleben. Aus Liebe, Sex und Zärtlichkeit wird Liebe, Kuscheln, Zärtlichkeit und schliesslich Freundschaft, Nähe, Gemütlichkeit, wie dies der Schriftsteller Heinz Strunk beschreibt. Das tönt ja noch ganz nett. Die Erfahrung aus der Paarberatung würde eher lauten: Entfremdung, Langeweile, Ratlosigkeit. Viele Menschen sehnen sich nach Aufregung und Abwechslung, nicht wenige suchen eine Affäre oder ein kurzes Abenteuer. In unserer Welt der Dating-Apps ist dies kein Problem. Das berauschende Hormon Dopamin wird in der Ehe nach einigen Jahren kaum noch ausgeschüttet. Experimente mit Ratten haben gezeigt, dass sich das lange gemeinsame Leben auf die Hormonausschüttung auswirkt. Erst wenn neue Sexualpartner hinzukommen, wird im Gehirn wieder Dopamin produziert. Viele Paare versuchen mehr Schwung in ihr Sexualleben zu bringen und öffnen die Beziehung für Seitensprünge, gehen gemeinsam in einen Swingerclub oder kaufen sich Sex-Toys.
Andere Paare wollen aber keine Aussenbeziehung und auch keine merkwürdigen Experimente. Sie sind gerne zusammen, haben Kinder und auch gemeinsame Interessen. Die Partnerschaft ist ihnen kostbar. Wenn nur die Sexualität «funktionieren» würde. Viele Frauen fühlen sich mit zunehmendem Alter unter Druck gesetzt, einen Orgasmus zu «liefern». Sie brauchen länger oder kommen nicht dazu und fühlen sich deshalb schuldig oder unzulänglich.
Wie wäre es mit einem Experiment, mit sogenanntem «slow sex»? Statt Dopamin kommt Oxytocin ins Spiel, das Bindungshormon, welches unser Wohlbefinden steigert und auch «Kuschelhormon» genannt wird. Es stärkt die Paarbeziehung und fördert die emotionale Bindung. «Slow Sex» meint nicht unbedingt langsamen Sex, aber das Ziel ist nicht mehr der Orgasmus, sondern die Hingabe. Der Weg ist sozusagen das Ziel. Kein Leistungsdruck, kein Stress, dafür viel Genuss.
Zu Beginn wird ohne Erregung und ohne Bewegung das Beieinandersein geübt. Die Penetration erfolgt weich, langsam und sanft. Es soll bewusst keine Reibung entstehen. Langsamkeit wird dazu benutzt, um bewusster zu fühlen. Sex ohne Absicht, dafür mit ganz viel Zeit. Man muss schlicht nichts tun. Unvorstellbar? Auf jeden Fall werden die alten Muster durchbrochen und es kann und darf etwas Neues entstehen. Vielleicht weniger aufregend als heissen, schnellen Sex. Dafür mit ganz viel Nähe und Vertrautheit, welche die Paarbindung intensiviert. Mit zunehmender Übung kann auch die Erregung und Bewegung erhöht werden, um aber jederzeit wieder innezuhalten und zu geniessen. Weil man ja nicht auf den Berg spurten muss, kann man jederzeit Pausen machen und die Aussicht geniessen.
Im besten Fall entsteht so eine Rückverbindung mit dem Herzen, ein Raum der Liebe. Und da fühlen sich Frauen und Männer gesehen, wahrgenommen und geliebt.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.oekberatung.ch

Unterkategorien

Suchen

Inserat-Karussell

  • 251182A.jpg
      info@rickenbach-elektro.ch
  • 251125A.jpg
  • 250689C.jpg
    www.winter-transport.ch    info@winter-transport.ch
  • 250656A.jpg
    www.maya-umzuege.ch    info@maya-umzuege.ch
  • 250778A.jpg
    www.olivadoti.ch    info@olivadoti.ch
  • 250768A.jpg
      daniel.gysin@tiscalinet.ch
  • 251088A.jpg
      kathrin.devries@bluewin.ch
  • 251211A.jpg
      elisabeth.edelmann@teleport.ch
  • 251228A.jpg
  • 251197A.jpg
    www.schaeuble.eu    info@schaeuble.eu
  • 250920A.jpg
    www.naturarztpraxis-maiberg.ch    kontakt@naturarztpraxis-maiberg.ch
  • 250466A.jpg
      info@gasthaus-roessli.ch
  • 250836A.jpg
      shiatsu.ines.stocker@gmail.com
  • 250780A.jpg
    www.autogysi.ch    info@autogysi.ch
  • 251216A.jpg
    www.schuetzen-ag.ch    jana.hueber@hotelschuetzen.ch
  • 251193A.jpg
    www.fusspflege-frick.ch    v_rimann@hispeed.ch
  • 250982A.jpg
      banknoten@gmx.ch
  • 251168A.jpg
    www.seelenanker.ch    info@seelenanker.ch
  • 251196A.jpg
    www.emr.ch/therapeut/hansjoerg.spahr    hansjoerg.spahr@bluewin.ch
  • 251218A.jpg
    kosmetikfricktal.ch    esther.vigliotta@gmail.com
  • 250542B.jpg
  • 250769A.jpg
    www.swisskanaltechnikag.ch    info@swisskanaltechnikag.ch
  • 250716A.jpg
      info@kaufmanngmbh.ch
  • 251002A.jpg
      buchhaltung@stohs.ch
  • 251000C.jpg
    www.liebi-schmid.ch    info@liebi-schmid.ch (wünscht keine Werbemails)
  • 250770A.jpg
    www.nohair4ever.com    info@nohair4ever
  • 250989C.jpg
      chk@moebel-meier-brugg.ch
  • 250771A.jpg
      iris.neumeier@bluewin.ch
  • 251089A.jpg
  • 250655C.jpg
    www.moebel-brem.ch    info@moebel-brem.ch
  • 250781B.jpg
    www.wohnwelt-rheinfelden.de    info@moebelmarkt-dogern.de
Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an

Speichern
Cookies Benutzerpräferenzen
Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Erlebnis auf unserer Website zu ermöglichen. Wenn Sie die Verwendung von Cookies ablehnen, funktioniert diese Website möglicherweise nicht wie erwartet.
Alle annehmen
Alle ablehnen
Mehr Informationen
Marketing
Eine Reihe von Techniken, die die Handelsstrategie und insbesondere die Marktstudie zum Gegenstand haben.
Quantcast
Akzeptiert
Rückgängig
DoubleClick/Google Marketing
Akzeptiert
Rückgängig
Analytics
Werkzeuge zur Analyse der Daten, um die Wirksamkeit einer Website zu messen und zu verstehen, wie sie funktioniert.
Google Analytics
Akzeptiert
Rückgängig