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Von Fabio Haller, Wölflinswil

Man muss nicht den Beitritt zur EU befürworten, um zu erkennen, dass Europa in allen Belangen unser grösster Partner ist. Unsere Wirtschaft, Forschung, Bildung, Verkehr, sowohl am Boden wie auch in der Luft, gehen Hand in Hand mit unseren Nachbarn. Dieses säuberlich abgestimmte Konstrukt aus Zusammenarbeit und Weiterentwicklung droht mit der Begrenzungsinitative in sich zusammenzufallen. Bei einer Annahme der Initiative müssten die zentralen Verträge für dieses Miteinander gekündigt werden. Neuverhandlungen sind zwar möglich, über deren Erfolg kann jedoch nur spekuliert werden. Das Resultat wäre grosse Unsicherheiten für Wirtschaft und Gesellschaft. Das Wirtschaftswachstum und der steigende Wohlstand hat es nötig gemacht neue Arbeitskräfte in die Schweiz zu holen. Den Initiant/-innen schiessen mit der Initiative am Ziel vorbei und schwächen unser Land. Die Personenfreizügigkeit gewährt nicht nur den Migrant/-innen in der Schweiz grundlegende Rechte, sondern bringt auch für uns grosse Vorteile. Mit den bilateralen Verträgen haben wir gleichzeitig Lohnschutzmassnahmen eingeführt. Diese flankierenden Massnahmen würden bei der Annahme der Begrenzungsinitiative ebenfalls ausgehebelt. Hier liegt denn auch das wahre Ziel der Initiant*innen. Mit einem Ja setzen wir unnötig Arbeitsplätze aufs Spiel setzen und gefährden Arbeitgebende, die nicht mehr ausreichend Mitarbeitende in der Schweiz finden. Wir schotten uns auch von Wissen ab, welches wir mit unseren Nachbarn teilen dürfen: allein in der Forschung verlieren wir wichtigen Einfluss bei Projekten, die uns alle vorwärtsbringen. Zu einem solchen Wagnis sage ich klar Nein am 27. September.

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