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Von Dr. Dimitrios Papadopoulos, Rheinfelden

Der Kanton schlägt ein neues Energiegesetz vor, das den CO²-Ausstoss reduzieren und die Energieffizienz erhöhen will. Wie soll dies erreicht werden? Unter anderem durch neue, detaillierte Vorschriften an die Immobilienbesitzer, wie sie ihr Eigentum zu heizen und zu isolieren haben. Das tönt positiv: Nicht nur retten wir ein bisschen die Welt, wir fördern auch KMU, die dadurch mehr Aufträge erhalten und sorgen überhaupt für eine schnellere Modernisierung des Immobilienparks. Vergessen geht dabei, dass jemand dafür die Rechnung zahlen muss, nämlich wir alle. Für viele Hausbesitzer bedeuten die zusätzlichen Auflagen eine oft sehr hohe finanzielle Last, die nicht alle tragen können. Menschen werden ihr Haus verkaufen müssen wenn ihre Heizung am Lebensende ist. Für junge Familien rückt der Immobilienbesitz weiter weg. Auch die Mieter werden das neue Gesetz zu spüren bekommen – die Immobilienfirmen werden wohl kaum aus reiner Barmherzigkeit die gesetzlich aufgebürdeten Zusatzkosten von ihrer Rendite abziehen. Man kann auch aus prinzipiellen Erwägungen kritisieren, dass der Staat die Eigentumsfreiheit immer mehr eingeschränkt. Aus meiner Sicht verstärkt dieses Gesetz eine ohnehin schon unheilvolle Entwicklung dahin, und es führt zu zusätzlichen Kosten, die jeder von uns tragen muss auch wenn er dies nicht will. Ich stimme deshalb mit Überzeugung Nein.

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