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Die Hochrheinregion soll attraktiver werden für Touristen. Foto: zVg

(sfa) Unter der Federführung der Bad Zurzach Tourismus AG wurde zusammen mit Aargau Tourismus, Rheinfelden Tourismus, Tourismus Laufenburg und dem Jurapark Aargau das NRP-Projekt Aargauer Hochrhein gestartet. «In diesem Projekt geht es darum, den Aargauer Hochrhein touristisch mehr in Wert zu setzen und Einheimische und Gäste für dieses Ausflugsziel zu begeistern», wie Peter Schläpfer, Geschäftsführer der Bad Zurzach Tourismus AG, anlässlich einer virtuellen Medieninformation erläuterte.

Die Rheinfelder AltstadtDer über 1200 Kilometer lange Rhein ist einer der bedeutendsten Flüsse Europas. Auf einer Strecke von über 70 Kilometern durchfliesst der Hochrhein den Kanton Aargau von Kaiserstuhl bis Kaiseraugst und bildet somit dabei die fliessende Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland. «In der Schweiz denken die Leute bezüglich des Rheins als erstes an Basel, den Rheinfall oder die Quellregion», so Peter Schläpfer. «Der Hochrhein aber ist so gut wie unbekannt.» Dies wolle man mit dem Projekt ändern. Die Hochrheinregion soll zum «touristischen Hotspot» werden. Schliesslich habe die Region mit vier Altstädten (Kaiserstuhl, Bad Zurzach, Laufenburg und Rheinfelden), wunderschönen Landschaften und Naturschutzgebieten sowie – insbesondere in der Region Rheinfelden – der Flussschifffahrt viel zu bieten. Hinzu kämen Attraktionen im Umfeld des Rheins wie beispielsweise Augusta Raurica, Thermal- und Solebäder oder der Schwarzwald ennet der Grenze. Ziel sei es, die Region für Auswärtige, aber auch für Einheimische im Bereich Naherholung attraktiver zu machen und Tages-, Übernachtungs- und Touring-Gäste gleichermassen zu begeistern. Vor allem bei den Übernachtungsgästen sieht er grosses Potenzial. Touring-Gäste, die sich jetzt schon per Fahrrad oder zu Fuss entlang des Rheins bewegen, gebe es jetzt schon recht viele, stellt Schläpfer erfreut fest. «Die Nachfrage nach Touren sind im Corona-Sommer förmlich explodiert.»

Auf Bestehendes setzen

Die Laufenburger AltstadtIm Rahmen einer Bestandesaufnahme sind bereits 70 attraktive touristische Angebote und Produkte erfasst und teilweise auf der Outdooraktive/Erlebniskarte aufgeschaltet worden. Ziel sei es nicht, neue Bauten und Anlagen aufzustellen, sondern auf Bestehendes zu setzen. Die Region wolle man vor allem durch die intensivere Vernetzung und Zusammenarbeit aufwerten, wie Schläpfer ausführte. Gerade von den angrenzenden 23 Gemeinden werde der Rhein teilweise etwas stiefmütterlich behandelt. Das soll sich ändern, indem die Gemeinden ihre Webseiten anpassen, darauf den Rhein zeigen und sie entsprechend mit anderen Angeboten vernetzen. Die Gemeinden wurden bereits mit ins Boot geholt und entsprechend informiert. Man will aber auch relevanten Vereine, zum Beispiel Pontonier-, Fischer- oder Naturschutzvereine, miteinbeziehen.

Infolge Corona habe die ganze Planung einige Male angepasst werden müssen, sagte Peter Schläpfer. Doch man sei auf gutem Weg. Das Kommunikationskonzept stehe kurz vor Abschluss. Als nächstes wolle man dann die bestehenden Angebote bündeln, etwa Velo- und Wanderrouten möglichst gut ins Projekt einbinden, eine Plattform für den gemeinsamen Auftritt erstellen und im Rahmen eines Medienanlasses die Produkte lancieren.

Zu finden sollen die Angebote als Unterseite von Aargau Tourismus, auf der Outdooractive-Reiseführerseite oder integriert bzw. als Link auf diversen Webseiten. Natürlich werden auch die Kanäle der sozialen Medien bedient. Als Wiedererkennungswert wurde ein eigenes Aargauer-Hochrhein-Logo kreiert. Als nächstes sollen noch sogenannte «Foto-Spots» entlang des Aargauer Hochrheins aufgestellt werden, wie man sie bereits von Schweiz Tourismus her kenne. Diese seien sehr beliebt als Fotosujet und würden dazu beitragen, die Hochrheinregion international bekannt zu machen, ist Peter Schläpfer überzeugt. Wo genau die «Foto-Spots», welche durch Sponsoring und Swisslosfonds finanziert werden sollen, hinkommen, wird zusammen mit den zuständigen Gemeinden bzw. dem Kanton (Bewilligung) evaluiert.

Auf gutem Weg

«Wir sind auf gutem Weg und stossen auf offene Türen», freut sich Peter Schläpfer. Nach zwei Jahren soll eine erste Bilanz gezogen werden, indem zum Beispiel die Zahl der Logiernächte erhoben werde und man sich mit Partnerorganisationen und Anbietern austauscht. «Ziel ist es, dass das Projekt nach vier Jahren zum Selbstläufer wird.»
Die Neue Regionalpolitik (NRP) des Bundes ist ein Programm zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Steigerung der Wertschöpfung einzelner Regionen in der Schweiz. Geeignete Projekte sollen die regionale Innovationskraft stärken, die Wettbewerbsfähigkeit fördern und somit die regionale Wertschöpfung steigern. Bund und Kanton Aargau beteiligen sich am Projekt Aargauer Hochrhein in der Projektphase (2020 – 2021) mit 60’000 Franken, 30’000 sind Eigenleistungen. Während die finanzielle Unterstützung für die ersten zwei Jahre gesichert ist, sei die Unterstützung für die restlichen zwei Jahre erst «angedacht», so Schläpfer.

www.outdooractive.com/de/geo-region/aargauer-hochrhein/54719855/

Bilder: Die Hochrheinregion soll den Touristen schmackhaft gemacht werden. Oben: Rheinfelden, unten Laufenburg. Fotos: zVg

 

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