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Die Mitte Laufenburg befasst sich mit der Gesamtrevision der Nutzungsplanung

(dm) Die Gesamtrevision der Nutzungsplanung in Laufenburg bewegt. Der Vorstand der «Die Mitte Laufenburg» hat sich intensiv mit dem Vorschlag zur Revision der Nutzungsplanung beschäftigt und die umfangreiche Dokumentation studiert.

Im neuen Bauzonenplan des Ortsteil Laufenburg falle ein rund eine Hektare grosses Grundstück (Meier-Konrad Areal) mitten in der Bauzone auf, heisst es in der entsprechenden Parteimitteilung. Es solle weiterhin Landwirtschafsfläche bleiben und nicht eingezont werden. Diese Entscheidung sei unverständlich, schreibt Präsident Christian Winter im Namen des Parteivorstands: «Die Gemeinde würde von diesem zusätzlichen Bauland erheblich profitieren, da mehr Fläche für Wohnraum zur Verfügung stehen würde. Das Gebiet ist inmitten der Bauzone, optimal gelegen und nahe zum öffentlichen Verkehr. Es ist heute verpachtet, es ist daher kein Eigenbewirtschaftungsbetrieb mehr. Die Gemeinde hat sich bereits an den Kosten zur Erschliessung beteiligt. Bevor eine derart zentrale Fläche nicht eingezont ist, wird eine allfällige Einzonung von weiteren Flächen in Laufenburg wohl praktisch unmöglich.» Die Mitte fordere darum die Einzonung in die Wohnzone W3.

Anlass zu Diskussionen unter den Vorstandsmitgliedern gab auch das Areal des Kindergartens Dürrenbächli, das als Wohnzone zweigeschossig W2 kategorisiert wurde, obwohl es sich direkt am Rande der Zone W3 befindet. Die Mitte forderte die Aufzonung zu W3. «Das würde den Bau eines zusätzlichen Stockwerks ermöglichen und den Wert der Parzelle, die sich im Gemeindebesitz befindet, deutlich steigern, damit einen Mehrwert für Laufenburg schaffen und dem Gebot nach verdichtetem Bauen nachkommen», schreibt Präsident Christian Winter weiter.

Im Entwurf der revidierten Bau- und Nutzungsordnung fielen zudem die Paragraphen 51, 52 und 53 auf, die die Mobilitätsplanung betreffen und unter anderem detaillierte Vorschriften zur Gestaltung und Bewirtschaftung von Parkierungsanlagen enthielten. «Solche Regelungen mögen in Grossstädten sinnvoll sein, sind jedoch für eine eher ländlich geprägte Gemeinde wie Laufenburg überflüssig», heisst es. Eine vergleichbare Gemeinde in der Region, z.B. Stein, kenne keine derartigen Regelungen. «Die Mitte Laufenburg» fordere daher die ersatzlose Streichung dieser drei überflüssigen Paragraphen.
Auf der positiven Seite begrüsse der Vorstand der «Die Mitte» die reduzierte Pflicht zur Erstellung von Gestaltungsplänen, die nur noch wenige Gebiete betreffe. Dies erleichtere und beschleunige die Planung und Umsetzung eines Projektes.
Auch die Tatsache, dass der Gasthof Schützen nicht mehr unter kommunalem Schutz stehen soll und auf der Parzelle nun bis zu sechs Stockwerke hoch gebaut werden kann, schaffe neue Möglichkeiten für die Erarbeitung eines Projektes.
Ebenso unterstütze der Vorstand die Ausscheidung der Gewerbezone Matt im Ortsteil Sulz, die dem lokalen Gewerbe die Möglichkeit gebe, sich vor Ort zu entwickeln und zu expandieren.

Zusammenfassend erkenne «Die Mitte Laufenburg» an, dass es in der Gesamtrevision der Nutzungsplanung positive Fortschritte gebe, sieht jedoch dringenden Handlungsbedarf bei obengenannten Punkten. Eine ausgewogene und zukunftsorientierte Nutzungsplanung sei entscheidend und werde die Entwicklung von Laufenburg auf Jahre hinaus prägen.